sind nicht erst seit Hemingway weniger in aller Munde, dafür eher in vielen Taschen anzutreffen. Unter diesem Namen (er)kennen sie wahrscheinlich nur wenige, aber wenn die Bezeichnung in der englischen Übersetzung als Moleskine ® auftaucht, ist der Wiedererkennungswert deutlich größer.
Sind die Dinger wirklich aus Maulwurfsfell? Der Preis scheint manchmal diese Frage zu rechtfertigen
Je nun.
Auch ich schlepp so’n Ding ständig mit mir rum und mag es nicht mehr missen. „Ein treuer Reisegefährte in der Tasche für Skizzen, Notizen, Geschichten und Impressionen, bevor sie zu berühmten Bildern oder zu Seiten von geliebten Büchern werden sollten“, heißt es bei www.moleskine.com Stimmt. Wo ich gehe und stehe, ich kann mir jederzeit neue Ideen notieren, meine Einkaufslisten zusammenstellen oder auch nur beim Telefonieren Männchen malen. Geht alles und geht gut.
Dumm nur, wenn es regnet. Dann mache ich mir draußen doch lieber keine Notizen. Ich mag nämlich nicht, wenn das Papier nass wird und später, wenn es wieder trocken ist, wellig wird oder gar aufquillt. Manchmal habe ich auch unter Dusche richtig gute Ideen. Da steh’ ich mit meinem wie auch immer gehäuteten Notizbuch natürlich im Regen.
Das muss nicht länger so sein! Findige Zeitgenossen haben in den USA einen Notizblock herausgebracht, mit dem man in jeder nassen Umgebung sein Idee, Gedanken, Skizzen, etc. im wahrsten Sinne des Wortes zu Papier, zu wasserfestem Papier, bringen kann. Aquanotes nennt sich dieser Notizblock, beworben wird mit dem Slogan „Damit nicht länger großartige Ideen den Bach runter gehen“.
Neugierig habe ich mich gleich zu einer Bestellung aufgerafft und preisbewusst natürlich 5 solcher wasserdichten Zettelblöcke zum Preis von 4 bestellt. Immerhin, 40 Blatt pro Block, 2 Saugnäpfe pro Block und pro Block ein Bleistift mit Saugnapfhalterung. Alles für $ 27,95. Dann kamen noch $ 14,99 Versandkosten hinzu, so dass ich mit insgesamt $ 42,94 – umgerechnet EUR 32,12 – dabei war.
Die Lieferung erfolgte relativ zügig, ohne dass ich noch irgend welche Zoll- oder Einfuhrformalitäten zu erledigen gehabt hätte. Nach etwa 2 Wochen hielt ich dann die Blöcke (Format ca. 9 cm x 13 cm) in Händen. Der Test auf Duschtauglichkeit fand natürlich auch sofort statt. Whooao! Funktioniert! Die Firma hat nicht zu viel versprochen. Ich bin begeistert. Endlich kann ich auch bei nassem Außeneinsatz oder unter der Dusche haltbare Notizen machen. Jubel.
Nach anfängliche euphorischer Nassschreiberei trat bald die kaufmännische Ernüchterung ein. 5 Blöcke á 40 Blatt, macht 200 Blatt. Für zusammen EUR 32,12, Das macht 16 Cent pro Blatt. Sind wir großzügig und halbieren den Betrag. Schließlich gehören noch Saugnäpfe und Bleistift zur Lieferung dazu. Ok, also 8 Cent. Würde ich die Aquanotes wie Kopierpapier im 500-Blatt pro Pack kaufen, müsste ich für 1 Pack EUR 40,- hinlegen. Und hätte noch nicht einmal A4-Format. Dafür aber jede Menge Saugnäpfe. Teurer Spaß, oder?!
Andererseits, könnt Ihr Euch unter der Dusche Notizen machen??
Frisch geduscht,
Bodo Trieb
www.888beratungen.de
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