Teure Kolleginnen, werte Kollegen, hochverehrte Leserinnen und Leser,

2010_02besonnenes, zügiges aber nicht hektisches Handeln, um ein solides Fundament für das Jahr zu schaffen, das erwartete der Januar von uns.

Nichts ist unmöglich, sagte sich traditionsgemäß Toyota und rief allein in Europa 1,8 Millionen Fahrzeuge wegen Problemen mit dem Gaspedal zurück (http://www.tagesschau. . . toyota160.html). Für den japanischen Autohersteller sicherlich eine ähnlich heftige Image-Einbuße wie damals für Daimler, als die Modelle der A-Klasse nur als „Elch-Autos“ spöttische Erwähnung fanden. Doch hier geht es mehr als um Hohn und Spott. Hier geht es um Menschenleben. Nach Angaben der Tagesschau waren am 28.01.2010 bereits 12 „final verunfallte“ Menschen zu beklagen. Einen Tag später kamen noch einmal 7 Opfer dazu. So wie es aussieht, produzieren Zulieferer von Zeit- und Preisdruck getrieben minderwertige Teile und schaffen so lebensbedrohliche Situationen, die aber durch das praktizierte Qualitätskonzept im Hause Toyota nicht erkannt und abgefangen wurden. Klingt nach „totgespart“ . . . aber auf wessen Kosten?!

Am 01.01.2010 trat das sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz in Kraft (http://www.bundesregierung.de . . . -finanzen.html), dessen Erfolg in meinen Augen äußerst zweifelhaft ist. Wie soll all das finanziert werden? Was wird dem Rotstift zum Opfer fallen? Wir können nur inständiglich und inbrünstig beten, dass sich dieses Gesetz nicht als Schuldenbeschleunigungsgestz entpuppt.

Im Hause Microsoft scheint auch wieder einiges im viel zitierten Argen zu liegen. Die Windows-Einsetzer werden von einer Welle außerplanmäßiger Sicherheitsaktualisierungen überrollt (http://blogs.technet.com . . . -januar-2010.aspx).
Wie breit Mac- und Linux-UserInnen doch grinsen können . . .

Großbritannien, äußerst löblich, läutet ein neues Energiezeitalter ein und wird schätzungsweise 110 Milliarden Euro für den Bau neuer Windräder auf See ausgeben (http://www.welt.de/wirtschaft . . . -Deutschland.html). Für diese Offshore-Windparks wurden 9 neue Flächen freigegeben, auf denen 25.000 Megawatt an Strom produziert werden sollen. Das entspricht der Leistung von etwa 25 Atomkraftwerken. Sehr, sehr, schön. Unsere Zukunft kann auch ohne Kernkraft strahlend sein.

Apropos . . .
Schweinegrippe – wie viele Schweine sind eigentlich erkrankt?
Klimaerwärmung – wieso hat eigentlich im Januar niemand dieses Thema aufgegriffen?

Je nun, der Februar wird nicht lange auf sich warten lassen. Schaun mer amoal, was der neue Monat zu bieten hat.
Wir sollten unsere Augen weit öffnen, Scheuklappen abwerfen und unser Blickfeld erweitern, um so unseren Blick für das Wesentliche zu entwickeln und zu schärfen. Wir müssen lernen zu erkennen, was hinter den Dingen steckt. Warum sich Dinge so ereignen, wie sie sich ereignen, sollte uns unablässig beschäftigen.
Für gewöhnlich betrachten wir nur einen kleinen Ausschnitt eines Bildes und halten diesen für das ganze Bild. Wichtige Aspekte gehen dabei verloren, ein falscher Eindruck kann da rsach entstehen .
Der Februar gebietet uns an dieser Stelle Einhalt und fordert uns auf, einen gesunden Abstand zu allem und jedem einzunehmen. Nur so können wir das Ganze erfassen und erkennen, wie die Welt funktioniert. Sobald es um Entscheidungen geht, ist Klarheit gefragt. Entweder ein klares „ja“ oder ein klares „nein“. Mit einem vagen „vielleicht“ brauchen wir gar nicht erst aufzuwarten. Wir dürfen schon kreativ sein, im Februar. Und Pläne dürfen wir auch schmieden. Diese sollten aber realistisch und realisierbar sein. Der wiederholt verzweifelte Versuch, die eierlegende Wollmilchsau zu erschaffen, wird im Februar ganz bestimmt zum Scheitern verurteilt sein. Wenn wir uns von der Frage „was wird gebraucht?“ in Verbindung mit „was ist machbar?“ leiten lassen, sind wir auf der richtigen Schiene und können Großes erreichen. Aber erst kommt die Arbeit, und dann . . .

Bodo Trieb
www.888Beratungen.de

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6 Kommentare »

  Hedwig Seipel schrieb am 31 Januar 2010 um 19:49 Uhr:

Hi Bodo,

Deine Prognosen sind zum festen Bestandteil jedes Monatsanfangs geworden. Ich mag sie sehr und kann mir kaum vorstellen, wie ich früher ohne sie ausgekommen bin. Schön, dass Du unsere Truppe so aktiv unterstützt.
Dein Wink auf Februar kam für mich gerade rechtzeitig, weil mir eine Projektanfrage für eine Wollmilchsau vorliegt. Ich werde meine Antwort gemäß Deiner Empfehlung spitzen und keine Gießkanne aus dem vereisten Gartenschuppen holen ;-) .

Danke und Gruß
Hetti

  Bodo Trieb schrieb am 1 Februar 2010 um 10:26 Uhr:

Moin Hetti,

danke, das höre ich gerne :-)
So ein kleiner Ausblick auf das, was uns in den nächsten Wochen erwartet, kann wahrlich zu tiefen Einblicken führen. Das ist wie beim Kartenspielen: ein Blick in die Karten des Gegners erspart jahrelange Spielerfahrung.

Auch wenn das Wetter dagegen zu sein scheint – einen sonnigen Tag wünscht Dir
Bodo

  Sven schrieb am 3 Februar 2010 um 06:39 Uhr:

Moin Bodo,
Du schriebst:
Ein Blick in die Karten, erspart jahrelange Spielerfahrung.

Sehr hübsche Weisheit. Hast du davon noch mehr auf Lager ? ( Bildhafte Sprache !)

Danke für die monatliche Vorausschau.

Sven

  Bodo Trieb schrieb am 3 Februar 2010 um 10:42 Uhr:

Moin Sven,

Sprüche fallen wir immer mal wieder ein, am liebsten natürlich die richtigen im richtigen Moment.
Genau wie Du freue auch ich mich auf mehr ;-) Lassen wir uns also überraschen.

Bis zum nächsten Spruch grüßt Dich
Bodo

  Gerhard Zirkel schrieb am 3 Februar 2010 um 12:54 Uhr:

Hi Bodo,

lass dich nicht davon abhalten eine neue Rubrik zu gründen … – wie soll sie heißen? :)

Gerhard

  Hedwig Seipel schrieb am 3 Februar 2010 um 14:03 Uhr:

Wir haben doch schon Bonmots also machen wir daraus Bodomots ;-)

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