Teure Kolleginnen, werte Kollegen, hochverehrte Leserinnen und Leser,

auch der Dezember hatte es in sich. Krönender Abschluss des Jahres, könnte man meinen. Geht einfach nicht, wenn die Krone keine Zacken mehr hat. Wahrlich, ein trauriges Bild.

Da war zum Beispiel der UN-Klimagipfel in Kopenhagen. Was sich da abgespielt hat, ist wirklich der Gipfel! 15.000 Menschen kamen aus aller Welt zusammen, um sich umwelt- und damit menschenverachtend nur um sich selbst zu kümmern (http://www.spiegel.de/… 00.html)! 15.000!!!! Wahnsinn, was das gekostet hat! Musste das wirklich sein? „Fühlen Sie sich einsam? Rufen Sie eine Besprechung ein!“ ist in manchen Firmen gängige Praxis. Den Schwachsinn aber nun zu globalisieren, ist wahrlich der Gipfel. Äußerst fragwürdig, wenn Ihr mich fragt. Besonders dann, wenn dabei nix rauskommt. Die Kohle, die da verballert wurde, hätte man schon in ein umweltschonendes Projekt stecken können. Und welche Belastungen die Umwelt ertragen musste, allein weil so viel Hansel für nix und wieder nix rund um die Welt gegondelt sind.
Sollte die sich mal einer Gedanken über Videokonferenzen machen . . . ich könnte da mit Rat und Tat zur Seite stehn.

Senkung der Mehrwertsteuer bei Hotelübernachtungen. Noch so’n Hammer. Profitieren werden wieder nur einige Wenige. Auf keinen Fall aber die, die die Beherbergungen in Anspruch nehmen. Denn die Steuersenkung wird nicht an die Herbergsuchenden weitergegeben. Wozu auch?! Fest steht auf jeden Fall, dass mit dieser Maßnahme etwa 1 Milliarde Euro im Steuersäckel fehlen. 1 Milliarde, das ist eine 1 mit 9 „0“en. In meinen Augen sind das weitaus weniger Nullen, als an diesem Steuersparpaket rumgedengelt haben. Interessant in diesem Zusammenhang ein Interview mit einem, der sich eigentlich damit auskennen sollte (http://www.stern.de … 1526702.html).
Die Mehrwertsteuer bei z.B. Windeln lässt sich hiernach natürlich nicht mehr senken. Was wiederum eine echte Entlastung für Eltern wäre, eine Entlastung die auch beim Volk tatsächlich ankäme. Tja, ist halt nicht mehr finanzierbar.
Ich möchte wetten, wenn der Sch… , den unsere Politiker verzapfen, in Windeln verpackt entsorgbar wäre, wären Windeln steuerfrei.

Glücklicherweise gibt es aber auch positives zu berichten. Ein echtes Weihnachtsgeschenk kam vom Verwaltungsgericht Braunschweig. Eben dieses erklärte die Rundfunknutzung über einen PC für nicht gebührenpflichtig (http://www.welt.de/… unzulaessig.html). Sehr gut. Leider ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Eine Revision vor dem Oberverwaltungsgericht ist noch möglich. Wie dem auch sei, der Weg ist der richtige.

„Bauch“ vor „Kopf“ – ein echter Dauerbrenner, der uns auch im neuen Jahr begleiten wird. Wir sollten uns wirklich daran gewöhnen. Nicht nur, dass wir uns diesem spannenden und brisanten Thema angenommen haben. Inzwischen hat auch das Unternehmer-Magazin impulse (http://www.impulse.de/heft/) die Zeichen der Zeit erkannt und beschäftigt sich in seinem Januar-Heft auf 12 vollen Seiten mit unseren beiden Kontrahenten. Als Titelgeschichte! Klasse.

Wie immer an dieser Stelle die bange Frage: wie geht’s weiter? Was uns das Jahr 2010 insgesamt bringen wird, wissen wir. Aber was will speziell der Januar von uns?
Ganz einfach: er möchte, dass wir uns umsichtig umschauen, auf dass wir unsere Möglichkeiten entdecken. Entsprechend unserer Fähigkeiten müssen wir sie dann natürlich auch nutzen. Nicht kleckern, sondern klotzen. Dabei können wir echt Fantastisches zu Wege bringen und uns ein solides Fundament für den Rest des Jahres schaffen. Auch wenn der Januar nur 31 Tage hat – bitte Eile mit Weile, denn wir müssen bei all unseren Aktivitäten einen klaren Blick bewahren. Wir dürfen nicht hektisch werden oder gar Ungeduld aufkommen lassen. Das würde nur unser Gesichtsfeld einengen und unseren Blick verklären, zu blindwütigem Aktionismus führen und so ganz nebenbei unserer Gesundheit einen argen Tritt versetzen. Unter uns: es gibt nur ganz wenige, die es heil überstehen, schneller zu sein als ihr eigener Schatten. Sollten wir also merken, dass wir uns selbst überholen, erscheint es äußerst ratsam, den einen oder anderen Gang zurückzuschalten. Der afrikanische Volsmund weiß dazu zu sagen: das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

In diesem Sinne . . .

Mögen wir das Jahr 2010 weise zu nutzen wissen.

Mit den besten Wünschen für einen gelungenen Start ins Neue Jahr grüßt Euch

Bodo Trieb
www.888beratungen.de

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