Februar 22, 2009 at 09:31
· in Kategorie Wort zum Sonntag
Makro Feng Shui, oder wie sich ein ganzer Stadtteil vom Rest der Welt unterscheidet …
Als wir vor eineinhalb Jahren in unsere jetzige Wohnung gezogen sind, ich berichtete, hatten wir ein gutes Gefühl und freuten uns auf den neuen Standort im grünen Stadtteil Obermenzing in München.
Obermenzing kann man sich in etwa als großen alten Eichenwald vorstellen, den man irgendwann in riesige Grundstücke unterteilt hat. Auf jedem dieser Grundstücke hat man dann in der Mitte ein kleines Haus draufgesetzt.
Einige davon wurden mittlerweile durch repräsentative Wohnblocks ersetzt, andere wurden wunderschön saniert. So manche Prominenz wohnt hier gleich ums Eck, irgendwo muss ein Nest für Autos über 100.000 Euro Anschaffungswert sein. Eine reiche Gegend in die wir da gezogen sind, genau richtig, hier würden wir uns wohl fühlen.
Haben wir auch, eine Weile zumindest. Aber je länger wir hier wohnen, desto klarer sehen wir die Gegend und ihre Wirkung auf den Menschen. Hier wohnen sehr viele reiche und erfolgreiche Menschen in wunderschöner Umgebung.
Aber die meisten davon sind nicht hier reich oder berühmt geworden. Sie sind erst gekommen als sie schon reich oder berühmt waren, quasi um sich hier zur Ruhe zu setzen oder sich um die Famile zu kümmern. Diejenigen die schon immer hier wohnten, haben zwar ihr Auskommen, reich sind sie aber nicht, zumindest haben sie ihren Reichtum meist andernorts erworben.
Stabiler Reichtum ist hier ganz normal, aber den Erfolg muss man woanders suchen. Die Menschen die hier leben, leben oft zurückgezogen, für sich, hinter Hecken und Zäunen. Nicht ganz so schlimm wie in München-Grünwald oder am Starnberger See, aber doch sehr versteckt. Von Nachbarschaft , spielenden Kindern oder mal einem Schwätzchen über den Gartenzaun keine Spur.
Ansonsten wohnen hier noch die Alten, die damals die kleinen Häuschen gebaut hatten und jetzt noch eben auf den Tod warten. Womit wir beim Thema wären, die ganze Gegend Obermenzing kommt mir, je länger wir hier wohnen, immer mehr wie ein großer, weitläufiger Friedhof vor.
Hier zieht man vielleicht noch seine Kinder groß, sieht abends fern und wartet dann auf das Lebensende. Hier ist nicht der Platz um ein Unternehmen aufzubauen. Das funktioniert zwar, aber auch andere Selbständige ziehen hier weg weil sie sich in dieser Gegend irgendwie geblockt fühlen.
Dummerweise befindet sich direkt vor meinem Bürofenster eine Bushaltestelle – zum sterben ist es hier also zu laut – bleibt nur der Umzug. Von dem ich wieder berichten werde, so bald sich etwas berichtenswertes ereignet.
Gerhard Zirkel
quicklebendiger Unternehmer
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HI Gerhard,
Deiner Beschreibung nach ist es eine hervorragende Yin-Gegend, eben zum Ausruhen, Entspannen, Verstecken und Sterben. Ich denke, es sind alles Bedürfnisse, die nicht Deinen entsprechen.
Es ist aber ein tolles Beispiel, das uns nicht alles überall gelingen kann, denn der Ort und die Umgebung stärker als wir ist. Genau das haben alte Feng-Shui-Meister erkannt.
Viel Erfolg auf der Suche nach einer Yang-Gegend,
Hetti, die in einer ausgesprochen Yin-Yang-gemischten Gegen lebt.
Sylvia schrieb am 22 Februar 2009 um 10:56 Uhr:
Hi Gerhard,
Nun, bazimässig betrachtet macht es ja durchaus Sinn, sich vor der Geburt von etwas Neuem sich in die Chi Phase Tod zu begeben 
Auf dass Eure Umzugs-Geburtswehen bald einsetzen mögen !
Ich bin ja gerade dabei zur Übersetzerin zu reifen, en passant mutiere ich zur Medizinerin, Botanikerin für chinesische Pflanzen und werde alsbald in der Tierwelt firm sein.
Sylvia,
leicht verzweifelte Chinesisch-Spanisch-Englisch-Deutsch Wortwandlerin
Hi Hetti,
ja, Yin ist die Gegend mehr als genug – aber seinen Sinn wird es schon gehabt haben dass ich diesen Zwischenstopp hier gemacht habe. Die Yang-Gegend haben wir schon gefunden, nur mit dem passenden Objekt hapert es noch ein wenig. Aber etwas Zeit haben wir ja noch.
@Sylvia
Die Chi Phase Tod – ja, die trifft man hier oft
Gerhard Zirkel
Hi Gerhard,
ich habe da was gefunden im Netz wegen des Lärms:(ist zwar fürs Bett…)
http://www.baerbelmohr.de/content/view/173/23/
Marianne
Hi Marianne,
du überrascht doch mich doch immer wieder. Erst dachte ich an einen Scherz, aber die Idee mit den Schwingungsdämpfern ist wirklich gut.
Sollten wir im Blog vielleicht eine Rubrik mit Links für solche Ideen einrichten?
Ich dachte auch an die Raumeckenrunder u.ä.
Grüße
Sven
Ja, die Schwingungsdämpfer fürs Bett sind genial. Die Idee ist zwar nicht neu und in der Industrie durchaus gebräuchlich, aber so etwas fürs Bett zu verwenden finde ich witzig.
Wenn ich mal Zeit und Lust habe, probier ich die Dinger aus und berichte hier.
@Sven
So eine Rubrik fände ich gut “Feng Shui Tipps aus dem Nähkästchen” oder so
Gerhard
war kein scherz auch wenn karneval ist!!
so eine rubrik wäre auch was für die zeitung
LG M
Dann ziehen wir das halt größer auf und machen das in Zusammenarbeit zwischen Blog und Zeitung. Warum auch sollten wir so etwas nur online veröffentlichen.
Ich denke mal drüber nach, aber erst nächsten Monat, momentan bin ich etwas im Stress …
Gerhard
ok,
ich denke sowieso über eine link Rubrik in der Zeitung nach!
ich bin übrigens ab Donnerstag in Untermenzig, übernachte bei meiner Nichte /der Tierärtztin) um am Freitag zur JHV in Grünwald zu gehen. kommst Du auch.
LG Marianne
Hi Marianne,
Donenrstag bin ich in Nürnberg, zur JHV bin ich dann leider in Berlin. Den Termin konnte ich nicht beeinflussen. Ihr müsst also irgendwie ohne mich auskommen – auch wenn mir klar ist, dass das nur sehr schwer möglich ist
Gerhard
wir werden eine Gedenkminute für dich einlegen
M
[...] von Feldern. Dennoch ist in dieser ländlichen Umgebung mehr Leben als am alten Standort, dieser erschien uns mehr und mehr wie ein Friedhof. Tot und unnahbar. Zudem wird gerade neben dem Basic-Markt ein Lidl gebaut – ein Grund mehr dort [...]
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