Feng Shui und Nachhaltigkeit

Haus in HamburgDer Begriff der Nachhaltigkeit gewinnt aufgrund steigender Energiepreise und bedrohlicher Lebensraumzerstörung eine zunehmende Bedeutung. Teilweise schon inflationär und nicht selten in völlig unpassendem Kontext genannt, kann man sich ihm dennoch nicht entziehen.

Auch als Feng Shui Berater nicht, denn eine unserer Hauptaufgaben ist die Planung von Gebäuden. Nicht selten hat man es dabei mit Architekten zu tun, die Feng Shui bereits früher einmal in den falschen Hals bekommen haben oder durch unseriöse Seminare eine völlig falsche Vorstellung davon haben.

So hatte ich schon Diskussionen in denen mir vorgeworfen wurde, Feng Shui würde die Baukosten in die Höhe treiben und modernes, energieeffizientes Bauen unmöglich machen.

Das begründete der Architekt damit, dass im Feng Shui schließlich immer runde Formen verwendet werden und die Häuser von allen Seiten gleich viel Energie erhalten müssen.

Das lässt sich aber nicht mit der Vorgabe vereinen, im Süden die Sonnenwärme zu nutzen, während die Nordseite des Hauses geschlossen sein muss um Energieverluste zu vermeiden. Zudem sind runde Bauelemente oft teurer als standardisierte gerade Elemente.

Sein Wissen hatte mein Gesprächspartner aus einem Feng Shui Ratgeber in dem das wohl genau so stand. Natürlich ist diese Pauschalisierung völliger Unsinn. Denn ein Feng Shui Haus benötigt weder geschwungene Formen (Wer hat eigentlich mit diesem Quatsch angefangen?) noch muss es auf allen Seiten gleich aussehen.

Die nach Feng Shui Gesichtspunkten günstigste Grundrissform ist das Quadrat, dicht gefolgt vom Rechteck. Das dürfte sowohl konventionellen Bauformen als auch modernen kubischen Objekten sehr zugute kommen.

Es lassen sich die Anforderungen einer ökologischen und energieeffizienten Bauweise sehr gut mit Feng Shui Aspekten vereinen. Denn auch aus Feng Shui Sicht, gibt es für jedes Haus Himmelsrichtungen mit nutzbaren Einflüssen und solche mit weniger gut nutzbaren. Welche das sind ist nicht pauschal festgelegt, sondern von Bauplatz zu Bauplatz verschieden und durch die Gebäudeausführung variabel.

Plant man ein neues Haus korrekt, schafft man es problemlos die Seiten mit den aus Feng Shui Sicht besten energetischen Einflüssen dort zu platzieren, wo man aufgrund der Sonneneinstrahlung ohnehin größere Öffnungen benötigt. Die Feng Shui Aspekte unterstützen in diesem Fall also die ökologischen Anforderungen an das Gebäude.

In einem weiteren Punkt unterstützt eine Planung nach Feng Shui die Nachhaltigkeit des Objektes. Je wohler sich die Bewohner dort fühlen und je erfolgreicher sie im neuen Heim sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit dass sie sich ein weiteres mal ein Haus bauen müssen und desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von späteren größeren Umbaumaßnahmen oder Umzügen.

Glücklicherweise sind die meisten Architekten mit denen ich zu tun habe nach einigen klärenden Worten ganz aufgeschlossen gegenüber meinen Anregungen. Einige davon sind sogar ganz begeistert davon, wie gut sich Feng Shui in ihre Arbeit einfügt. Es besteht also kein Grund zur Sorge.

Gerhard Zirkel
Nachhaltiger Feng Shui Berater
www.feng-shui-direkt.de

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2 Kommentare »

  Jürgen Schnitzler schrieb am 31 Mai 2008 um 13:52 Uhr:

Tach zusammen!

Ganz frischer Kommentar eines bei einer Beratung anwesenden Architekten:
“Das hört sich ja tatsächlich alles sehr sinnvoll an und passt auch gut ins Konzept. Ich hatte mich im Geiste schon darauf eingestellt, mit meiner Planung noch einmal ganz von vorne anfangen zu müssen.”
:-)
Ich glaube, viele Architekten haben eher unbegründete Ängste vor Feng Shui Beratern, die wild drauflos planen und wirre Konzepte durchsetzen wollen.
Vermutlich gibt es solche Kollegen vereinzelt auch, aber die Architekten, mit denen ich bisher zu tun hatte, waren eher angenehm davon überrascht, wie gut sich Feng Shui tatsächlich integrieren lässt.

herzliche Grüße

Jürgen

http://www.fengshui-beratung.de

  Hedwig Seipel schrieb am 31 Mai 2008 um 20:35 Uhr:

Hi Gerhard,

für mich bedeutet Feng Shui die Natur zum Verbündetem zu machen. Das heißt, die natürlichen Energieeinflüsse zu nutzen und eine Symbiose mit dem Umfeld einzugehen. Leider suggerieren manche Bücher und auch manche selbsternannte Meister, dass der Mensch der Natur vorschreiben kann, wie sie zu ticken hat. Klar, dass es ökologisch orientierten Architekten auf den Magen schlägt. Es ist noch viel klar zu stellen, packen wir es an ;-)

Grüße
Hetti

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