April 15, 2008 at 09:33
· in Kategorie für Einsteiger, für Profis
Die letzten Tage habe ich wieder mal an ein paar Artikeln für die Rubrik Lexikon der Zeitschrift Feng Shui Aktuell gearbeitet. Der Buchstabe F ist an der Reihe und so bringe ich diesmal auch die „Fünf Wandlungsphasen“ oder auch „Fünf Elemente“.
An sich nichts Besonderes, auf meiner Website habe ich das Thema gleich an mehreren Stellen behandelt. Ein paar Gedanken musste ich mir trotzdem machen und zwar zur Darstellung der Elemente.
Die war bislang auch auf meinen Seiten nichts Besonderes, lediglich ein paar beispielhafte Bilder hatte ich für die einzelnen Wandlungsphasen. Also ran an den Rechner und endlich ein paar Grafiken erstellt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass sich eine ganz bestimmte Darstellung der Elemente scheinbar eingebürgert hat. Zumindest findet sie sich so oder so ähnlich immer wieder in den einschlägigen Büchern.
Mangels einer besseren Idee habe ich das Prinzip übernommen und auch meine Grafiken entsprechend gestaltet. Aber warum ist diese Darstellung so beliebt? Dazu muss man sich die Eigenschaften der Elemente vor Augen führen.
Feuer:
Das Feuer ist sehr Yang, Feuer ist heiß und steigt nach oben. Wie also Feuer auszusehen hat ist recht logisch. Die Pfeile zeigen an, dass die Energie des Feuers nach oben steigt, die Farbe rot symbolisiert die Hitze die davon ausgeht.
Erde:
Nicht ganz so logisch ist die Darstellung der Erde. Pfeile nach rechts und links? Von der Erde sagt man, sie bewege sich seitwärts. Eigentlich ist die Erde die Basis allen Lebens, aus ihr kommen wir, auf ihr leben wir und irgendwann werden wir wieder zu Erde.
Die Erde ist also die Basis und erstreckt sich unter uns. Die Erde strahlt weder Energie ab, noch nimmt sie Energie auf. Die Erde wächst weder nach oben noch nach unten. Natürlich bewegt sie sich, außer bei Erdbeben, auch nicht. Dennoch finde ich die Darstellung passend denn sie breitet sich praktisch unter uns aus. Man könnte die Pfeilspitzen noch weglassen …
Metall:
Vom Metall sagt man, es ziehe sich zusammen. Metall ist ja auch ein relativ dichtes und schweres Material. Genau das symbolisieren die Pfeile nach innen zum Mittelpunkt hin. Energie zieht sich zusammen und verdichtet sich.
Die Farbe silbern oder grau steht ebenfalls für Metall. Möglich wäre noch golden.
Wasser:
Wasser bewegt sich nach unten. Irgendwie auch logisch, nach oben fließt es jedenfalls nicht freiwillig. Wasser symbolisiert den Winter, das Minimum an Yang-Energie. Es sammelt sich immer unten und bleibt dort.
Das drücken die Pfeile nach unten aus. Da Wasser selten geradlinig fließt sondern immer irgendwie gewunden und wellenförmig, sind die Pfeile auch wellenförmig. Die Farbe blau erklärt sich vermutlich von selber.
Holz:
Das Holz steht für den Frühling und ist das einzige Element das lebt und wächst. Deshalb die Pfeile vom Mittelpunkt nach Außen. Aus dem Keim sprießen im Frühling die Pflanzen. Das Holz strebt mit unbändiger Kraft nach Außen und will sich vergrößern und ausbreiten.
Die Farbe Grün steht für das Element Holz.
Die Darstellung ist also durchaus logisch und fast schon intuitiv verständlich. Das ist vermutlich auch der Grund der Häufigkeit dieser Darstellungsform. Zudem lassen sich diese Symbole auch in schwarz-weiß darstellen ohne all zu viel von ihrer Verständlichkeit einzubüßen. Sollte hier jemand eine bessere Idee haben, nur her damit.
Gerhard Zirkel
Berater für klassisches Feng Shui
www.feng-shui-direkt.de
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Claudia schrieb am 15 April 2008 um 12:50 Uhr:
Also ich finde die Darstellung der Erde äusserst logisch: die horizontalen Pfeile stehen z.B. für den pflügenden Bauern, für die Ackerfurchen oder auch für den wandernden Sand einer Düne. Oder auch für die horizontale Schichtung in einer Landschafts-Ansicht: Wiesen, Hügel, Berge, vom Vordergrund zum Hintergrund. Alles sehr logisch.
Grüße, Claudia
Hi Gerhard,
eine schöne Darstellung, die ich durch zwei Anmerkungen gerne ergänzen möchte.
Die Darstellung der Erde hat mit Logik nichts zu tun, ja das ganze System ist nicht “logisch”, auch wenn wir es gerne so hätten. Das System der 5 Wandlungsphasen resultiert aus der Beobachtung der Natur und der natürlichen Vorgänge, die immer zyklisch ablaufen. Diese Beobachtung dauert seitdem der Mensch versucht, sich auf der Erde nieder zu lassen. Die Ursprünge gehen nachweisbar auf eine Zeit zurück, in der Menschen die Erde für eine flache Scheibe gehalten haben. Das kam aufgrund der Wahrnehmung, die wir haben, wenn wir auf der Erde laufen. Sie ist eine flache Ebene, auch wenn man manchmal bergauf oder ab geht. Vor allem aber ist der Horizont eine gerade, waagerechte Linie. Diese Linie haben chinesische (und andere) Seefahrer wahrgenommen. Außerdem spielt hier noch der Aspekt der Polarität eine Rolle. In der Form des Holzes = aufrecht stehend fließt das Chi durch uns durch (Himmels-, Mensch-, Erde-Chi). Wir „stehen auf der Leitung“ und sind sozusagen „eingeschaltet“. Die Polarität + und – kann sich aufbauen. Legen wir uns hin = Erde, legen wir den Schalter um und das Chi fließt vor allem im Körper aber nicht so stark hindurch. In dieser Position können wir am besten abschalten (Schalter auf aus). Deshalb ist es so schwer im Stehen zu schlafen
. Damit sind die Formen des Holzes und der Erde polar (senkrecht / wagerecht) zueinander.
Damit wäre ich bei meiner zweiten Bemerkung. Mit der Darstellung des Holzes bin ich nicht ganz glücklich. Holz, besser gesagt Pflanze, wächst zunächst nicht in alle Richtungen. Jede Pflanze, jedes Keimling beginnt zu wachsen mit der Bewegung nach oben, sehr zielstrebig und gerade. Seine Form ist deshalb senkrecht nach oben mit flachem, geradem Abschluss. Deine Darstellung entspricht eher dem Feuer = Feuerwerksexplosion. Die Bewegung des Feuers ist nach oben mit Spitze und vom Zentrum nach außen in alle Richtungen. So entstehen auch Formen wie Sterne, Blitze etc. Die Explosion aus der Mitte stellt gleichzeitig die größtmögliche Ausdehnung eines Körpers dar = größtmögliches Yang = Feuer. Das ist Holz nicht. Holz hat aufsteigendes Yang, das erst im Feuer sein Höhepunkt erreicht. Im Frühling = Jahreszeit des Holzes, wachsen Pflanzen vor allem nach oben. Erst im Sommer = Jahreszeit der Feuers, entfalten sie sich in alle Richtungen.
Auch zu der Feuerform = Explosion gibt es eine polare Form und zwar die Metallform. Metallkraft ist von außen nach innen, so wie Du auch dargestellt hast, gerichtet. Das ist genau andersrum als beim Feuer. Zwischen Feuer und Metall, genauso wie zwischen Holz und Erde besteht ein Kontrollverhältnis, das auch auf diese Betrachtung zurückzuführen ist. Wenn die Metallkraft von außen nach innen wirkt, dann entsteht eine Kugel = Oberflächenspannung. Deshalb ist Metall rund. Wer schon mal ein Quecksilberthermometer zerbrochen hat, konnte sich bildhaft davon überzeugen.
Zum Schluss fällt mir noch eine spannende Frage, auf die ich erst vor kurzem in einem Buch über die TCM die Antwort gefunden habe. Warum zählt Metall zu den 5 Wandlungsphasen? Streng genommen ist Metall im Gegenteil zu Wasser, Feuer und Pflanze (Holz) keine direkte Naturerscheinung. Man könnte beinah denken, es müsste Luft statt Metall sein. Doch es ist trotzdem Metall. Warum? Die Antwort verrate ich gerne später, vielleicht hat jemand Lust ein wenig zu raten.
Viele Grüße und danke nochmal für den spannenden Input,
Hetti
http://www.fengshui-classic.de
Hmm, dann sollte ich vielleicht die Darstellung von Feuer und Holz vertauschen (bis auf die Farben natürlich). Also Holz mit Pfeil nach oben und Feuer mit Pfeil in alle Richtungen.
Allerdings wachsen Pflanzen durchaus nicht nur nach oben. Wenn man einen Samen betrachtet, so keimt der erst nach unten, und dann nach oben. Der Baum vor meinem Fenster treibt auch in alle Richtungen aus.
Feuer steigt in Form von Wärme eher nach oben als zur Seite.
Gar nicht so einfach, das Ganze …
Gerhard Zirkel
Hi Gerhard,
nein. es ist alles andere als einfach, doch deshalb so spannend. Die Augenblickliche Schwierigkeit liegt aber eher in der Darstellung. Eine Bewegung statisch darzustellen ist sehr schwierig. Wenn Du die Formen nur vertauschen würdest, dann bekommt plötzlich Holz eine Spitze, die es nicht hat. Ich hätte vielleicht eine Idee, doch in die Kommentare kann ich schlecht Grafiken reinstellen. Deshalb schicke ich sie Dir per Email und wenn Du sie für o.k. findest, kannst Du sie dann zu dem Beitrag aufnehmen.
Noch etwas zum Feuer: im Sinne der Wandlungsphasen ist die Sonne = Licht genauso als Feuer zu betrachten. Und Licht steigt nicht nach oben, es strahlt in alle Richtungen.
Bevor ein Baum sich in Äste verzweigt, bildet er den Stammansatz = einen Stängel nach oben. Erst wenn diese Kraft wirkt, kann der nächste Schritt kommen und sich verzweigen.
Hetti
sylvia schrieb am 16 April 2008 um 10:25 Uhr:
Hi Hetti,
Nachdem ich hier erfahren musste, dass Metall in der Natur nicht vorkommt, wusste ich gleich mal nicht, was ich zuerst tun sollte:
Mich zu einem Alchemisten Goldherstellungskurs anmelden oder darüber nachzudenken, wie der Natur das passieren konnte
Nachdem ich dann einen Praktikumsplatz an der Volkshochschule in New Mexico für die Nickelherstellung in aller-aller letzter Minute ergattern konnte, lehnte ich mich entspannt zurück, bereitete einen Meditationstee zu, versenkte mich in einen ebensolchen Zustand und begann die Gedanken der Chinesen von anno dazumal zu lesen, lauschte also ihrer Diskussion, ob nun Luft oder Metall das fünfte Element,- sprich Wandlungsphase- sein sollte.
Einer aus der Gruppe erzählte, dass er es satt hätte, ewig Luftgeschäfte zu machen, davon könne man nur sehr schwer leben, außerdem sei es ziemlich platzaufwändig, die Rücklagen – sogenannte Luftpolster – längerfristig zu lagern.
Zum einen, weil aus manchen Geschäften die Luft schnell raus sei, zum anderen sei es wenig repräsentativ die eingelagerten Schätze Besuchern zu zeigen. Er wohne zwar in einem Luftschloss, aber das allein scheint nicht zu genügen, um wirklich erfolgreich zu sein.
Beim Anblick entfuhr so manchem Gast lediglich ein:
„ Da ist ja nichts als Luft dahinter.“
Es kam noch viel schlimmer, der Besitzer wurde als Luftikus abgetan, der langsam gesundheitlich unter der Situation zu leiden begann.Er zog sich immer mehr zurück, wurde deprimiert, weil er seiner Traurigkeit & seinem Ärger keine Luft machen konnte.
Und als er wieder einmal so da saß und Löcher in die Luft starrte, mischte sich ein anderer Chinese in seine Schilderungen ein.
Er hatte gespannt der Schilderung gelauscht und empfahl dem Luftikus doch einmal ans Meer zu fahren – das Wasser war als Element schon fixiert – und dort am Airport ein paar Tage zu entspannen. Dort könne er eine Reise mit einem Luftschiff buchen, um seine Lage mal aus der Vogelperspektive zu betrachten und andere Wege – sogenannte Airlines – für sich entdecken.
Der andere Chinese war ein Metaller, der gerade von der Lohnrunde zurückgekehrt war.
Er erzählte davon, dass er als Gegenleistung für seine Arbeit kleine runde Metallstücke erhalten würde, die man Geld nennt und viel leichter aufzubewahren seien als Luftpolster.
Außerdem hätte er noch einen lukrativen Nebenjob im Gesundheitswesen:
Er stellt auch sogenannte Akupunkturnadeln her, mit deren Hilfe er z.B. aufgestaute Luft aus Körpern ausleiten kann.
Am erfolgreichsten sei aber sein Engagement in der Rüstungsindustrie, damit mache er sich langsam aber sicher die Erde untertan. Mit so einer kleinen Metallkugel könne man jedem größeren Lebewesen den Garaus machen.
Der Luftikus war einerseits beeindruckt von den Schilderungen des Metallers ob der Möglichkeiten, die so ein Metalldasein böte, andererseits war er zutiefst erschrocken über die Ansprüche des Metallerchinesen, die Weltherrschaft übernehmen zu können.
Den anderen Elemente in der Gruppe gefiel die Schilderung des Metallers, stellte dieses Metallelement doch die absolute Weltmacht in Aussicht.
Unserem Luftikus, der zwar auch Chinese war, ging das aber eindeutig zu weit.
Und so kam es, dass, – noch bevor die Gruppe abstimmen konnte -, ob nun Luft oder Metall das 5. Element sein sollte, der Luftikus sich still und heimlich aus dem Staub machte.
Er fuhr zum Airport und nahm das nächste Luftschiff Richtung Europa.
Als er an Bord die Zeitung „Luftpost“ durchschmöckerte, entdeckte er ein Stellenangebot, das ihn in freudige Erregung versetzte.
„Suchen das 4. Element, Bewerbungen an die Geomantie, unter ….“
Tja, der Rest ist Geschichte…..
Frei erfunden von Sylvia, die sich gerade fragt, ob der Luftikus den Metaller so gern hatte, dass er ihn sich in Form von Schwermetallteilchen einverleibt hat
bernstein schrieb am 16 April 2008 um 10:25 Uhr:
Hallo Gerhard
Ich finde die Darstellung der Wandlungsenergien für den von Dir geplanten Zweck gut und ausreichend. Natürlich kann man über jede einzelne “Gehweise” ein ganzes Buch schreiben, aber das wird wieder nur die Experten richtig interessieren. Und sicher gibt es bei jeder der Darstellungen Nuancen, die hier oder da anders zu verstehen sind. Es handelt sich bei Deinen Darstellungen -und ich meine das sollte man sagen- um die symbolisierte Energierichtung. Und die Bezeichnungen sind auch nur symbolisch und nicht wörtlich zu nehmen. Deshalb wehre ich mich dagegen eine Art Beweisführung daran fest zu machen, wie ein Feuer brennt oder ein Baum wächst.
Daß ich mit einigem (nicht allem) was Hedwig Seipel geschrieben hat deshalb nicht ganz einverstanden bin (das ist nichts persönliches) möchte ich am Rande bemerken.
Holz = Wachstum und Expansion : ein Baum eine Planze oder Wachstum ist im Allgemeinen immer in alle Richtungen (Zellteilung)
Feuer= für mich das Ausglühen des Wachstums, eher nicht in alle Richtungen sondern nur seitlich und oben geradlinige Kraft , nicht nach unten. Licht gehört m.E. nicht zum Feuer da unidirektional und wellenförmig
Erde=eher ruhende Kraft, steigt nicht auf und sinkt nicht ab
Metall= zusammenziehende sich zurückziehende Kraft
Wasser= auslassende, auf lösende , wellenartig unregelmäßig in die Tiefe zielende Kraft
Insofern würde ich die Darstellungen von Feuer wie folgt korrigieren: farbe Rot, halber Holzstern nach oben, gerade Pfeile. Wasser : halber Holzstern in blau nach unten, wellenförmige Pfeile.
Eine anregende Diskussion wäre eine Bereicherung.
Bernhard
@Sylvia
eine super Geschichte, die bereits auf dem heißen Weg zur Lösung ist und damit einen Preis verdienen würde (wenn wir einen hätten). Die Lösung ist so einfach, dass es wieder sehr schwer ist, drauf zu kommen.
@Bernhard
und welche Idee hast Du zu meiner Quizfrage?
Hetti
bernstein schrieb am 16 April 2008 um 12:04 Uhr:
Liebe Hedwig
Warum Metall als 5. Element gilt und nicht Luft ?
Weil Luft keine Eigene Bewegungsrichtung und keine eigene Energie hat. Luft wird bewegt und aufgeladen. Im Kreislauf der Elemente /Energien braucht es eine destruktive Kraft die sozusagen den Tod bringt. Luft bringt den Tod nur durch Nichtexistenz. Wie kann also eine Energie die nur durch Nichtexistenz etwas verändert eine Energie sein?
Bernhard
Hi Bernhard,
Deine Ansicht richtet sie auf die Frage warum nicht Luft, doch meine Frage zeilt auf die Antwort warum Metall.
Hetti
bernstein schrieb am 16 April 2008 um 12:28 Uhr:
Hallo Hedwig
Ja ich hab wohl vorausgesetzt, daß sich das dann logisch ergibt. Metall ist die destruktive, zerstörende Kraft,die es im Kreislauf braucht ,deshalb Metall
Bernhard
Hi Bernhard,
auch eine Antwort, doch leider nicht die gesuchte.
Hetti
Hier kommt die Auflösung meiner kleinen Quizfrage. Wie gesagt, es ist nicht meine Theorie, ich halte sie für schlüssig und gebe sie nur weiter:
Metall steht für den Evolutionssprung des Menschen gegenüber anderen Lebewesen.
Warum? Kommunikation, Benutzung von Werkzeugen, Bau von “Behausungen” etc. sind alles Zeichen von Intelligenz, doch sie sind nicht alleine den Menschen vorbehalten (manche Tiere sind dabei besser als wir). Erst die Fähigkeit Metall aus Erzen zu gewinnen und daraus Werkzeuge, Waffen und Schmuck (ist zurück auf die Bronzezeit, die der Jungsteinzeit folgte zu datieren) herzustellen machte den Meschen einzigartig. Dieser Sprung in der Entwicklung hat dem Menschen seine Macht verliehen. Dehalb steht auch Metall für Macht und Stärke.
Zusammenfassend kann man sagen: Erde, Wasser, Holz und Feuer hälten uns am Leben und Metall gibt uns Macht und Stärke. Mit der Macht und Stärke sollte man aber umgehen können. Doch an dieser Stelle versagen wir leider viel zu oft.
Hedwig
Hört sich logisch an. Das Metall ist also an allem schuld!
Gerhard Zirkel
sylvia schrieb am 17 April 2008 um 15:22 Uhr:
Hi Hetti !
Na, da war ich ja gar nicht so arg daneben mit meiner Geschichte.
Ich krieg grad Angst vor mir selber, huch.
Die Geschichte ist mir während des Schreibens so zugefallen.
Muß mal auf die Teesorte gucken, wahrscheinlich wieder die Tollkirschenmischung erwischt.
@Gerhard: Du bist auch Metall im Selbst ! Drum bist Du auch an diesem netten Blog Schuld.
Ohne Dein Metall sähe mein Wasser ganz schon uferlos aus.
eiserne Grüße
Sylvia
bernstein schrieb am 18 April 2008 um 07:40 Uhr:
Liebe Hedwig Seipel
“Wie gesagt, es ist nicht meine Theorie, ich halte sie für schlüssig und gebe sie nur weiter:”
Verrätst Du uns auch noch Deine Theorie?
Bernhard
HI Bernhard,
es gibt keine “meine Theorie”. Ich habe bereits geschrieben, dass ich lange nach der Antwort gesucht habe und konnte mir selbst keinen vernünftigen Reim darauf machen. Erst als ich diese Schlußfolgerung gelesen habe, hat es “klick” gemacht. Warum sollte ich also eigene Theorien suchen, wenn ich die Antwort für mich habe.
Hetti
Claudia schrieb am 18 April 2008 um 11:10 Uhr:
Hallo Hetti,
ich sehe den entscheidenden Evolutionssprung des Menschen jedoch in der Dienstbarmachung des Feuers. Die Überwindung der Angst, das Benutzen des Feuers für Wärme und für das Zubereiten der Speisen, was dann letzlich die Verdauungszeit gegenüber den Rohköstlern verkürzte und somit die Zeit zum Finden der weiteren Entwicklung erbrachte. Daher benutzen die Schimpansen zwar Werkzeuge, haben aber nicht gelernt, die Speisen durch Kochen “vorzuverdauen” – der entscheidende Zeitfaktor für die Entwicklung des Menschen.
Ohne Feuer übrigens auch kein Schmelzen von Metall. Ansonsten stimme ich Deiner Geschichte zu, dass Metall die Evolution und Einzigartigkeit des Menschen beschleunigt hat.
Liebe Grüße, Claudia
P.S. @Sylvia: Geniale Geschichte! Du solltest aus diesem Talent echt was machen!
Hallo Claudia,
genauso habe ich ach gedacht, als ich das erste Mal die Erklärung gelesen habe.
Heute erkläre ich es mir so: Feuer kommt in Erscheinung bzw. manifestiert sich auch ohne Einwirkung des Menschen (wie Wasser, Erde und Holz ), z.B. als Sonne, Vulkane oder Brände bei starker Trockenheit. Menschen haben das Feuer nicht “erfunden”, sondern lediglich gelernt mit ihm kontrolliert umzugehen. Metall bleibt in seiner reinen Form im Verborgenem, ohne direkte und gezielte Einwirkung des Menschen kommen seine Eigenschaften (wie z.B. Glanz, Härte) gar nicht in Erscheinung. Erde schenkt uns Metall (bringt hervor = Hervorbringungszyklus), doch für seine Nutzung sind wir selbst zuständig und verantwortlich.
Bernhard hat in die Diskussion den Aspekt der Zerstörung etc. eingeworfen. Ja, Metall kann töten, doch von sich aus, aus eigener Kraft zerstört es nicht. Erst nach der Bearbeitung durch Menschen kann es als Waffe etc. genutzt werden.
Für mich ist Metall die wahre Herausforderung an unsere soziale, emotionale und rationale Intelligenz. Es macht uns klar, dass wir für unseres Tun alleine verantwortlich sind. Sicher kann der Mensch auch mithilfe von Wasser (Ertrinken), Erde (Begraben) Holz (mit Pflanzen vergiften) oder Feuer (Verbrennen) das Leben anderer zerstören. Gleichzeitig können aber Wasser (Flut), Erde (Erdrutsch), Feuer (Blitzschlag) oder Holz (Giftpflanze) den Menschen auch von sich aus töten. Metall kann es nicht (giftige Metalle wie Quecksilber werden erst in reiner Form wirklich giftig). Interessanterweise kommen nur wenige Edelmetalle wie Gold oder Platin in wirklich reiner Form in der Natur vor. Diese Art des Vorkommens nennt man “gediegen”. Daher auch das adjektiv “gediegen” für etwas edles und stilvolles.
Grüße
Hetti
Claudia schrieb am 19 April 2008 um 08:09 Uhr:
Hallo Hetti, das sind wirklich sehr spannende Gedankengänge zu den Wandlungsphasen. Vielen Dank für Deine ausführlichen Erläuterungen! Metall ist schon etwas sehr geheimnisvolles…
Hi Claudia,
das ganze Thema ist extrem spannend, weil man die eigenen Gedanken wirklich frei fließen lassen kann.
@ alle Leser:
In meiner Frage hatte ich Metall und Luft angesprochen. Heute morgen ist mir eine Idee in den Kopf geschossen, dass Metall und Luft aus der Sicht der 5 Wandlungsphasen eine starke Gemeinsamkeit haben. Wer hätte dazu eine Idee?
Grüße
Hetti, die Rätsel mag
Claudia schrieb am 20 April 2008 um 11:48 Uhr:
Das find ich ganz schön schwierig…
Zuerst ist mir eingefallen, dass Metall ja ein “Elektronengas” bildet, mit verschieblichen Elektronen zwischen dem Metallgitter und somit ja ähnlich wie Luft vielleicht eine Art “Energieströmung” hat. Aber das ist ja eine sehr physikalische Betrachtung und nicht so sehr eine aus Sicht der fünf Wandlungsphasen.
Dann kam mir die Idee, dass die Luft sich ja als Atmosphäre rund um den Globus spannt und somit durch diesen eine Kugelform bekommt *gg* – aber das sind wohl ein paar Gedankensprünge zuviel.
Und als letzte Idee (vorläufig) hatte ich, dass Luft ja ähnlich wie Metall auch Wasser “erzeugt” bzw. transportiert, den Regen, Nebel… und somit im erzeugenden Kreislauf seine Rolle spielen könnte. Auch bei den anderen Elementen könnte man ähnliche Vergleiche zur Luft finden: Durch Reibung entsteht eine statische Aufladung und diese entlädt sich im Blitz in Richtung Erde – bzw. vice versa, das könnte man als “Kontrollverhältnis” zwischen Luft und Feuer sehen.
Leider fällt mir nichts zum Verhältnis Luft-Holz und Luft-Erde ein… Jedoch die beien Haupt-Beziehungen Kontrolle und Erzeugen passen ganz gut mit Feuer-Luft und Luft-Wasser zusammen.
Bin schon sehr gespannt!
LG, Claudia
Liebe Grüße, CLaudia
nochmal zum Metall:
hab ich gefunden oder es mich..
Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles was entsteht, ist wert, daß es zugrunde geht; Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz, das Böse nennt, Mein eigentliches Element.
Hallo Claudia und alle, die auf die Antwort warten,
die Vebindung kommt aus der Zuordnung der Wandlungsphasen zu unseren Organen in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Hier werden dem Metall die Lunge und der Dickdarm zugeordnet. Lunge und Luft – ist ganz klar und Dickdarm und Luft? Nun ja, auch die menschliche Winde müssen ja mal raus.
Viele Grüße
Hetti
Claudia schrieb am 21 April 2008 um 09:29 Uhr:
Hallo Hetti!
na, da hätte ich ja eigentlich draufkommen können *zwinker* – nur an die TCM habe ich überhaupt nicht gedacht!
Die Verbindung zwischen Lunge und Dickdarm liegt im Übrigen in der Embryologie: Dieser Organfunktionskreis entsteht gemeinsam aus den gleichen Zellen.
Daher fragt ja auch unser Dickdarm so gerne die Nasennebenhöhlen und Stirnhöhlen um Hilfe, wenn er mit der Entgiftung und Ausscheidung alleine nicht mehr zurecht kommt: “Hey, wir sind doch verwandt! Könnt ihr mir ein bisschen helfen?” (hat mir mal ein Heilpraktiker erzählt) – und daher gibt dann oft chronisch verstopfte Nebenhöhlen – oder auch eine “volle Nase”, wenn wir wieder mal die Nase von etwas voll haben.
Liebe Grüße, Claudia,
die sich sehr für TCM interessiert
Sylvia schrieb am 21 April 2008 um 09:59 Uhr:
Hi Claudia !
Es freut mich (hier wirklich rückbezüglich, Anm. für Gerhard & Marianne), daß Du Geschichten auch gerne magst.
@more Geschichten: S°v°en hat mich ins Eulennetzwerk eingeladen, dort zu schreiben, was ich auch tue. http://www.eulennetzwerk.de
Und Lorenz Meyer vom http://www.sheng-fui.de stellt mir auch Raum zur Verfügung, wo ich einfach drauflosschreiben darf.
Ein inniges Dankeschön an L.M & S.H. an dieser Stelle.
@TCM: Da gibt es hochinteressantes Buch, sehrrrrrrrrrrrrrrr zu empfehlen:
Traditionelle Chinesische Medizin und westliche Medizin
Eine Zusammenführung. Grundlagen – Typenlehre – Therapie
von Harriet Beinfield und Efrem Korngold , die leisten seit über dreißig Jahren Pionierarbeit im Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). In diesem Buch gelingt es ihnen, das fernöstliche Heilsystem auf einzigartige, wegweisende Weise mit dem westlichen Denken zu vereinen:
Kopfschmerzen z.B. können trotz völlig identischer Symptome bei 10 Menschen 10 verschiedene Ursachen haben. Der chinesische Arzt (der “Gärtner”) verfügt bei solchen Problemen über ausgefeilte diagnostische Methoden, um die individuelle Ursache für die Erkrankung zu finden und sie dann entsprechend zu behandeln, während der westliche Arzt (der “Mechaniker”) oft nur eine Tablette gegen die aktuelle Krankheit verschreibt. Auch chronische Störungen wie Arthritis, Arteriosklerose oder Schlafprobleme können oft wirksamer angegangen werden mit TCM-Maßnahmen bzw. durch eine Kombination aus chinesischen Heilmitteln und westlichen Medikamenten.
Das Buch kombiniert diese beiden Ansätze. Es bringt dem Leser die TCM näher, erklärt deren Philosophie, Typenlehre und Therapie. Das Buch ist leicht verständlich und veranschaulicht die komplexe Thematik mit zahlreichen Schaubildern, Tabellen und Übersichten. Darüber hinaus gibt es in Glossar und ein dreisprachiges Verzeichnis der Heilpflanzen (deutsch, chinesisch, botanisch).
(Dieser Text ist reinkopiert von einer Zusammenfassung)
Beste Grüße aus beiden Welten
Sylvia
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