Feuer unterm Hintern

Seit die Ölpreise in einer Geschwindigkeit steigen, dass die Händler mit den Preiserhöhungen nicht mehr nachkommen und seit nun auch der letzte mitbekommen hat, dass das Verbrennen von Heizöl der Umwelt schaden könnte, wird das Thema Heizen mit Holz wieder modern.

Da nicht jeder mal eben seine alte Heizung rauswerfen kann, entscheiden sich viele dazu, sich zumindest einen Holzofen oder gar einen offenen Kamin zu gönnen. So ein Ofen macht nicht nur angenehm und günstig warm, er verbreitet auch eine recht gemütliche Stimmung die zum Verweilen einlädt.

Aber so viele Vorteile Feuer im Haus auch haben mag, es sollte wohlüberlegt sein wo es sich befinden soll. Feuer ist naturgemäß ziemlich Yang und kann den fliegenden Sternen ganz schön einheizen. Feuer an der falschen Stelle ist nicht weniger fatal als Wasser an der falschen Stelle.

Klar, nicht immer kann man sich die Position aussuchen, denn bei einem Holzofen ist man auf den vorhandenen Kaminzug angewiesen. Auch bei der Planung eines neuen Hauses ist es nicht immer ganz einfach den Kamin dort einzubauen wo man ihn gerne hätte.

Auf die Position achten sollte man aber auf jeden Fall. Es gibt durchaus „Sterne“ die man besser nicht mit Feuer reizt. Der 9er, selbst dem Element Feuer zuzurechnen, mag es beispielsweise gar nicht, zusätzlich angeheizt zu werden.

Sterne die dem Element Erde zugeordnet werden, verstehen sich zwar mit dem Feuer und werden von ihm sogar gestärkt. Aber Feuer und Erde ohne weitere Elemente ergibt heiße, trockene Erde und darauf gedeiht nichts. Etwas Wasser sollte in diesen Fällen schon vorhanden sein.

Auch Bergsterne mögen kein Feuer, es ist einfach zu Yang für sie.

Die Position des Feuers muss also so gewählt werden, dass es die Situation im Haus nicht ganz durcheinander bringt. Gleichzeitig kann es nur schwer dazu genutzt werden, gezielt einen Ausgleich zu schaffen. Denn es brennt ja nicht ständig, wirkt also auch nicht durchgehend.

Die berühmte Kombination 2 – 3, das Bullfight Sha, benötigt beispielsweise einen Ausgleich durch Feuer. Hier ist ein Ofen zwar gut aufgehoben, kann aber nicht als alleinige Maßnahme gelten, denn er wirkt nur wenn er auch angeheizt wird.

Für alle, die keinen Kaminzug haben und dennoch einen Ofen möchten, gibt es übrigens die sog. Biokamine oder Ethanolkamine. Die verwenden reinen Alkohol, der zu Wasserdampf und CO2 (Vorsicht: böses Wort :) ) verbrennt. Beides ist nicht giftig, einen Kamin braucht solch ein Ding also nicht.

Gerhard Zirkel
Herr des Feuers
www.feng-shui-direkt.de

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4 Kommentare »

  sylvia schrieb am 23 Januar 2008 um 08:45 Uhr:

Hi Gerhard !

Als ich letzens in Berlin war, hab ich in einem Möbelgeschäft so einen Ethanolkamin gesehen.

Die bestehen aus einem Edelstahrahmen -in verschiedenen Größen erhältlich -, sowie Ecklösungen haben die ausgestellten Einrichtungslösungen ordentlich aufgepeppt.

Die sind erschwinglich, sehen gut aus, weil es sich um offenes Feuer handelt & die Abgaswerte lt. Verkäufer denen von zwei Teelichtern entsprechen.

Man hängt sie entweder an die Wand oder stellt sie als Raumteiler auf.

Jetzt steht dem Schlafzimmertraum vom offenen “Kamin” mit Schaffell davor also nichts mehr im Wege.

Ist man vom Persönlichkeitstyp eher der flexible, dann kann man das Ding im Haus wandern lassen.

Hat man superwenig Platz, gibt es auch ganz schmale Modelle, mit denen man sein persönliches Lagerfeuer für ausgedehnte Lese & Musikabende ins traute Heim zaubern kann.

Beim Umzug nimmt man ihn einfach mit, weil er ja nur aus einem Rahmen besteht.

Vielleicht kauf ich ja doch einen,

feurige Grüße aus Wien

Sylvia
Freund von fliegenden Kaminen

  Jürgen Schnitzler schrieb am 23 Januar 2008 um 10:23 Uhr:

Hi Sylvia,

kauf Dir aber besser gleich einen Ethanol-Vorratstank dazu. Wenn Du so ein Teil z.B. einen ganzen Abend lang brennen haben willst, brauchst Du dementsprechende Mengen an “Flüssigtreibstoff”.

Wir hatten so ein Teil einmal leihweise für eine Messe. Was wir da an Allohol verjubelt haben, war schon beachtlich. Wenn ich mich recht erinnere, war das so ungefähr 1 Liter pro 2 Stunden Brennzeit.
Aber schön aussehen tut es. :-)

Herzliche Grüße

Jürgen

ww.fengshui-hausdoktor.de

  sylvia schrieb am 23 Januar 2008 um 13:49 Uhr:

Hi Jürgen !

Ich hab dann gleich im Internet nach den Herstellern gesucht, die behaupten 1 Liter Bioalkohol hält den ganzen Abend.

Vielleicht gehen die ja schon um 8 Uhr schlafen ?

Auf jeden Fall war der spannende Effekt der:

Ich bin schnurstracks in das Geschäft gegangen, zieht auf jeden Fall die Aufmerksamkeit an, vielleicht auch eine Idee für Ladeninhaber, Gemütlichkeit & Tratsch vorprogrammiert, ob’s zu vermehrten Umsätzen führt, weiß ich auch nicht.

Auf jeden Fall liefert sowas einen Hingucker.

Unter http://www.mocavi.com können alle gucken, die sowas noch nicht gesehen haben.
Den Prospekt von der Berliner Firma find ich momentan nicht.

Liebe Grüße

Sylvia, die gleich nach dem Artikel eine Anfrage zu den Kaminen hatte

  Gerhard Zirkel schrieb am 23 Januar 2008 um 15:27 Uhr:

Hi Jürgen,

das Ethanol bekommst du für 50-60 Ct. pro Liter, das hält sich in Grenzen. Wie viel so ein Teil verbraucht hängt vom Modell ab, mehr als 0,5L pro Stunde sicher nicht.

Dabei kommen dann so ca. 3 kw Heizleistung raus, für ein gemütliches Schäferstündchen reicht das.

Gerhard Zirkel

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