Zur Zeit häufen sich wieder die Anfragen nach Feng Shui fürs Kinderzimmer. Das liegt vermutlich an der Jahreszeit, die Kinder hocken im Winter noch mehr vor dem Fernseher, der Playstation oder dem Computer als ohnehin schon. Das es da Probleme gibt, kann man sich denken.
Es macht zwar selten wirklich Sinn, Feng Shui nur auf ein Zimmer anzuwenden, es muss immer die komplette Wohneinheit betrachtet werden, aber ein paar Dinge kann man dennoch beachten.
Etwas schwierig bei einem Kinderzimmer ist immer die Tatsache, dass es zum Schlafen, Spielen und Arbeiten geeignet sein muss. Es ist also ein Raum mit abwechselnd Yin und Yang Qualitäten, in Bayern nennt man so etwas eine „Eierlegende Wollmilchsau“.
Es gibt also mehrere Aspekte, die bei der Gestaltung eines Kinderzimmers beachtet werden müssen. Hier eine kurze Übersicht, geordnet nach absteigender Relevanz.
Position des Kinderzimmers innerhalb der Wohnung:
Im Idealfall hat man die Wahl, welches Zimmer man nun als Kinderzimmer nimmt. Bei einem bevorstehenden Umzug beispielsweise oder bei der Planung eines neuen Hauses.
In diesem Falle kann mit Hilfe der fliegenden Sterne ein Raum gefunden werden, der sowohl gute Yin-Qualitäten zum Schlafen aufweist, als auch geeignete Yang-Qualitäten zum Spielen oder Arbeiten.
Position des Schreibtisches und des Bettes im Kinderzimmer:
Steht der Raum einmal fest, geht es daran die wichtigsten Möbel zu platzieren. Also das Bett und falls das Kind schon in der Schule ist, auch ein Schreibplatz.
Das Bett, insbesondere das Kopfende des Bettes muss in einem energetischen Einfluss liegen, der es dem Kind erlaubt sich nachts zu erholen. Die energetische Situation, berechnet mit den fliegenden Sternen, muss also zum Kind passen und es optimal unterstützen.
Der Schreibplatz wird mit der gleichen Methode platziert, nur dass hier kein Yin, sondern eher ein guter Yang-Einfluss vorhanden sein sollte.
Zu den energetischen Einflüssen die man mit den fliegenden Sternen berechnet, kommen noch eine ganze Menge weitere Aspekte, die mehr oder weniger allgemeingültig sind.
Das Kopfende des Bettes sollte sich immer an einer Wand befinden. Ohne einen solchen Schutz wird uns unser Unterbewusstsein unweigerlich in Alarmbereitschaft halten. Da Kinder für gewöhnlich noch etwas sensibler auf ihre Umgebung reagieren als Erwachsene, kann das Fehlen einer Rückendeckung schon mal für massive Schlafprobleme verantwortlich sein.
Auch am Schreibtisch sitzend, sollte sich eine Wand oder zumindest ein Schrank oder Raumteiler im Rücken befinden. Die Blickrichtung sollte frei und in das Zimmer hinein gerichtet sein.
Schreibtische, an denen man mit dem Kopf zur Wand und dem Rücke in den Raum sitzt, mögen zwar aus Platzgründen manchmal unvermeidbar sein, die Leistungsfähigkeit und Kreativität Ihres Kindes fördern diese aber nicht gerade.
Die Anzahl der Möbel sollte so gewählt werden, dass alle Dinge des Kindes, also Kleidung, Spielzeug etc. Platz finden, der Raum aber dennoch nicht erdrückt wird. Gerade bei kleineren Zimmern kann das schon mal problematisch werden. Dann ist es vielleicht sinnvoll einige Dinge auszulagern.
Blickrichtung:
Stehen der prinzipielle Standort von Bett und Schreibtisch einmal fest, geht es an die Ausrichtung. Sofern es die räumlichen Gegebenheiten zulassen, sollte das Kopfende des Bettes in eine für das Kind günstige Richtung weisen (dennoch Rückendeckung beachten).
Selbiges gilt auch für die Blickrichtung, am Schreibtisch sitzend. Die günstigen und ungünstigen Richtungen berechnen sich mit dem Ost-West-System, auch Pa Chai genannt.
Gestaltung des Zimmers:
Nun geht es an die Gestaltung des Zimmers. Aus den fliegenden Sternen und der KUA-Zahl des Kindes ergeben sich schon bestimmte Farben und Formen die geeignet sind oder nicht.
Dabei ist zu beachten, dass ein Kinderzimmer je nach Alter des Kindes einerseits bunt und lustig sein sollte, andererseits aber nicht so auffallend bunt, dass die zum Schlafen notwendigen Yin-Aspekte zu kurz kommen. Bunt wird ein Kinderzimmer meistens von ganz alleine.
Hier gilt es also einen Mittelwert zu finden zwischen Yin und Yang, allerdings ohne die fliegenden Sterne aus dem Blick zu verlieren.
Elektrogeräte:
Das Thema Elektrosmog gehört zwar nicht zum Feng Shui, sollte aber zumindest ansatzweise erwähnt werden.
In einem Raum, in dem auch geschlafen wird, sollte die Anzahl der Elektrogeräte gegen Null tendieren. Fernseher und Videospiele gehören definitiv nicht in einen Schlafraum. Der Computer, wenn er woanders keinen Platz findet, muss über Nacht komplett ausgeschalten werden. Besser wäre es jedoch auch diesen nicht ins Kinderzimmer zu stellen.
Handys und schnurlose Telefone gehören ebenfalls nicht in die Nähe von Schlafplätzen, am besten man schaltet sie über Nacht aus. Kein Kind muss in der Nacht per Handy erreichbar sein!
Babyphone arbeiten oftmals mit der gleichen hochfrequenten Strahlung wie Handys. Teilweise in einer Intensität die über der eines Handys liegt. Entscheiden Sie selbst, ob sie die Gesundheit Ihres Kindes auf diese Weise aufs Spiel setzen möchten.
Ganz Wichtig!
Für die Wahl und Gestaltung eines Kinder- oder Spielzimmers gibt es, wie im ganzen Feng Shui, keine allgemeingültigen Regeln. Hier ist eine individuelle Betrachtung Pflicht.
Bei den ganzen Berechnungen und Zusammenhängen die man im Feng Shui beachten muss, darf auch niemals die Funktionalität des Zimmers außer Acht gelassen werden.
Zudem verhalten sich Kinder, insbesondere in der Pubertät nicht selten anders als man es als Feng Shui Berater erwarten würde. Eine gewisse künstlerische Freiheit sollte man ihnen deshalb zugestehen, auch wenn man lieber die Hände über dem Kopf zusammenschlagen möchte.
Gerhard Zirkel
Berater für klassisches Feng Shui
www.feng-shui-direkt.de
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